Der Totenweg

Eine Zeitlang bestatteten die Tiefenthaler ihre verstorbenen Mitbürger auf dem Fürfelder Friedhof. Die Toten wurden selbstverständlich zu Fuß von Tiefenthal nach Fürfeld transportiert. Natürlich über den kürzesten Weg; den "Totenweg", wie er heute noch genannt wird.



Aus einem Bericht, den die Gemeinde Tiefenthal am 08. Oktober 1763 an die Nassau-Saarbrückische Herrschaft einreichte, geht hervor:

"Euer Hochfürstliche Durchlaucht geruhen gnädigtst, sich aus dringender Not submissest hiermit vorbringen zu lassen, wasmaßen durch die in verschiedenen vorigen Jahren eingefallenen Wasserergießungen nicht nur unser, in dem Gebürg liegendes Dorf Tieffenthal samt dem Feld und dem Wießwachs gnädigst bekanntermaßen gar sehr beschädiget sondern auch unsere, in der tiefe am Wiesengrund stehende, Kirche


durch die öftere Überschwemmungen mit ihrem Kirchhoff und ganzen Fundament amtskündigermaßen sich dergestalt gesencket hat, dass das Kirchengebäude an etlichen Orten geborsten und mehrentheils nebst der Kirchhofmauer verfallen, der Kirchhoff aber gleichsam in einen Weiher und wässerichten Sumpf verwandelt ist, sodass wir solche unsere Kirch schon seit verschiedenen Jahren ohne Lebensgefahr nicht frequentiren können und uns genöthiget sehen, unsere Todten auch in der größten Kälte und schlimmster Witterung 3/4 Stund wegs nach Fürfeld zu beerdigen."



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